Droht 2012 der Weltuntergang?

Bild: Golf von Neapel, ©Philipp Pilhofer, Quelle: Wikipedia, Common License
Steht die Apokalypse bevor, ein reales Horrorszenario vergleichbar mit Emmerichs Filmfiktion 2012?
Der Ausbruch des Eyjafjallajökull, eines eher kleinen Vulkans auf Island, brachte den Flugverkehr über ganz Europa zum Erliegen und kostete die Wirtschaft Milliarden. Eyjafjallajökull löste mit seiner Aschewolke Chaos aus. Kündigte er eine weit größere Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes an? Droht die Apokalypse?
Fakt ist: Seit sechs Jahren hebt sich der Boden der phlegräischen Felder unweit der italienischen Metropole Neapel. Dort scheint die höchst reale Höllenglut der Erde ein Tor in unsere Welt zu suchen. Keine andere Landschaft auf Planet Erde erinnert so sehr an die biblische Hölle wie die phlegräischen Felder. Gelblichbraune Hügel stinken nach Schwefel. Fontänen kochenden Wassers schießen in die Luft. Und tief im Erdinneren unter einem Areal von etwa 150 Quadratkilometern pulsiert ein gewaltiger Supervulkan.
Fakt ist: Experten ist die höchst reale Gefahr bekannt. Laut Giuseppe de Natale vom »UINGV-Osservatio Vesuviano«, Neapel, leben über eineinhalb Millionen Menschen in Neapel und Umgebung im »gefährlichsten Vulkangebiet der Erde«.
Fakt ist: Giuseppe de Natale untertreibt gewaltig: der Supervulkan von Neapel kann den gesamten Globus in eine im wahrsten Sinne des Wortes höllische Apokalypse stürzen. Wir können uns ein Bild vom möglichen Weltuntergang machen.... den Planet Erde hat schon einige Male globale Katastrophen erlebt. Fast wäre sämtliches Leben ausgelöscht worden!
Vor rund 39 000 Jahren explodierte mit unvorstellbarer Gewalt das Höllenfeuer der Region, die wir heute phlegräische Felder nennen. Gewaltige Wolken aus Gas und pulverisiertem Gestein ergossen sich in rasender Geschwindigkeit über ein Areal von mindestens 30 000 Quadratkilometern. Im Vergleich zu diesem mächtigen Todeshauch war der Ausbruch des Eyjafjallajökull ein lindes Lüftchen. Die Todeswolken vernichteten weiträumig alles Leben. Aschemassen wurden bis zum Ural, zu den Alpen und bis nach Ägypten und Syrien getragen. Ein Todesteppich bedeckte weiträumige Gebiete.
Fakt ist: der Supervulkan, der sich wieder zu rühren beginnt, ist überfällig. Sein nächster Ausbruch kann leicht eine weltweite Apokalypse auslösen. Der Solfatara-Krater wird wieder zum Lava speienden Höllenschlund werden... schlimmer noch als vor 39 000 Jahren. Eineinhalb Millionen Menschen sind direkt bedroht. Den Überlebenden steht eine eisige Zeit bevor. Ist das die maßlos übertrieben Vision eines hoffnungslosen Pessimisten? Keineswegs!
»Focus online« fasste bereits am 24.08.2006 zusammen, was zu erwarten ist! Auf den Vulkanausbruch folgt ein »nuklearer Winter«. Die hochgeschleuderten Staub- und Ascheteilchen lassen kaum noch Sonnenlicht bis zur Erdoberfläche durchdringen. Es kommt zu einem Temperatursturz. Die Erde kühlt in kürzester Zeit ab.

Bild:
Dampfender Rauch in der Solfatara bei Pozzuoli, ©GNU-Lizenz, Quelle: Wikipedia
»Focus online«:
»Im Endeffekt könnte in weiten Teilen der Erde das Ende der Zivilisation kommen.«
Seit sechs Jahren hebt sich der Boden über dem Supervulkan von Neapel. Der Hafen von Pozzuoli wurde um etwa drei Meter wie von einem Riesen im Erdinneren emporgehoben. Erwacht der Riese wieder?
Fakt ist: Es rumort verstärkt in der Unterwelt von Neapel. Christopher Kilburn, vom »University College«, London: »Möglicherweise ist das ein Alarmsignal!« Und nun wollen Wissenschaftler vom »UINGV-Osservatio Vesuviano«, Neapel, den Supervulkan anbohren.
Fakt ist: In Island musste 2009 ein ganz ähnlicher Versuch abgebrochen werden. Eine »kleine Explosion« ließ Bohrflüssigkeit einfach verdampfen. Besteht ein Zusammenhang mit den Tiefenbohrungen von Island und dem Ausbruch des Eyjafjallajökull? Die Wissenschaft bestreitet das.
Bereits im Dezember 2009 sollte der Supervulkan angebohrt werden. Die von den Wissenschaftlern geplanten Sicherheitsvorkehrungen überzeugten die Behörden aber nicht. So gab es keine Genehmigung für das Experiment. Nun sind gleich sieben Bohrlöcher in den Todesvulkan geplant, sechs davon im Meeresboden, einer an Land.
Fakt ist: Niemand vermag mit Sicherheit zu sagen, ob eine Testbohrung den rumorenden Supervulkan von Neapel nicht doch zu höllischem Leben erweckt... mit katastrophalen Konsequenzen. Niemand weiß wirklich was geschieht, wenn der blubbernde Vulkan gleich siebenfach angestochen wird.
Fakt ist: Vor rund 75 000 Jahren erwachte ein vergleichbarer Vulkan auf der nördlichen Insel Summatra im Indischen Ozean. Das Höllenfeuer riss einen gewaltigen Krater von 5 000 Quadratkilometern in die dünne Haut der Erde. Fast wäre damals die gesamte Menschheit ausgelöscht worden!
Es wäre mehr als tragisch, würden gewagte Experimente in den phlegräischen Feldern eine Apokalypse auslösen. Sollten wir nicht auf eine leichtfertige Herausforderung eines Supervulkans verzichten?
Noch reichen die finanziellen Mittel für das Experiment Supervulkan nicht aus. Wann muss mit dem Beginn der Bohrungen gerechnet werden? Ein Insider: 2012 könnte man Tausende von Metern tief ins Erdinnere vorgedrungen sein. Droht 2012 der Weltuntergang?
|